Nun möchte ich noch einen Text darüber veröffentlichen, wie es in der Eierproduktion zugeht. Für die, die sich noch keine Gedanken gemacht haben. In der Hoffnung, dass sie ihren Konsum ändern. Den Tieren zu liebe..
„Lege“-Hennen
Bei den „Legehennen“ gibt es gesetzliche Vorschriften und ihre Belange wurden sogar vor dem höchsten deutschen Gericht behandelt.
Seit dem 1. Januar 2010 geltenden Verbot der konventionellen Käfighaltung dürfen alternativ Legehennen in der zur Käfighaltung zählenden Kleingruppenhaltung aufgestallt werden. Insgesamt verfügen die Betriebe über eine Kapazität von rund 41,6 Millionen Haltungsplätzen. Die Haltungsformen setzen sich aktuell folgendermaßen zusammen (1):
Haltungsverfahren „Legehennen“ Bodenhaltung 66%
Käfighaltung 17%
Freilandhaltung 17%
Trotz dieser Vorschriften ist das Leben in der industriellen Lebensmittelproduktion noch immer alles andere als tier- oder artgerecht. Denn die Eierindustrie ist nun schon fast vollständig automatisiert. Fütterung, Beleuchtung, Temperaturregelung und selbst die Mauser werden von Maschinen gesteuert. Nichts wird mehr der Natur überlassen. Die Eier rollen auf ein Fließband, welches diese aus der Halle heraustransportiert. Per Fließband werden auch Nahrung und Wasser in die Käfige geliefert, die in mehreren Reihen übereinander gestapelt sind.
Männliche Küken sind unbrauchbar
Da nur weibliche Tiere Eier legen können, werden etwa 50 Millionen männliche Küken pro Jahr „entsorgt“, indem man sie vergast, erstickt oder zerhäckselt. Sie können nicht zu „Suppen“-Hühnern oder „Grill“-Hähnchen werden, weil sie nicht dahingehend gezüchtet wurden, viel Muskelfleisch anzusetzen. Da das Hauptinteresse der modernen Hühner-Intensivtierhaltung darin besteht, ein profitables Huhn zu züchten, leiden die „Masthühner“ an zahlreichen gesundheitlichen Problemen, die auch die Knochen und die Beine angreifen, weil die Tiere so schwer und „fleischig“ sind. Hennen, die als „Super-Legehennen“ gezüchtet wurden, stehen so dermaßen unter Stress, dass ihre extensive Legedauer nur eineinhalb oder allerhöchstens zwei Jahre beträgt, während die normale Lebenserwartung einer Henne, die unter natürlichen Bedingungen Eier legt, immerhin bei 15-20 Jahren liegt. Aufgrund der Intensivtierhaltung legen die Hennen von heute etwa zweimal so vieler Eier wie die Hennen vor einigen Jahrzehnten, nämlich durchschnittlich 290 Eier pro Henne und Jahr. Doch ihre ausgemergelten Körper müssen den Preis dafür zahlen.
Die Käfigböden bestehen aus Maschendraht, so dass der Abfall zum Teil in den darunter liegenden Käfig und auf die sich darin befindenden Hennen fällt. Der Platz für eine Henne wird im sogenannten ausgestalteten Käfig auf 800 cm² festgelegt. Das ist wenig mehr als ein DIN-A4-Blatt pro Huhn, wobei jedes dieser Tiere eine Flügelweite von allein 80 cm hat. Der Käfigboden fällt in Richtung auf die Futter- und Wasserrinnen schräg ab, sodass die schwächeren Hennen oft zu Boden gedrückt werden. Durch den ständigen Kontakt mit dem Maschendraht werden ihnen die Federn abgescheuert. Schließlich werden die Hennen getötet.
Das Essen der Hennen ist eine Spezialmischung zur Steigerung der Leistung. Mais wird mit Vitamin A und D angereichert, um den natürlichen Bedarf an Sonnenlicht zu ersetzen. Das Trinkwasser ist oft mit Antibiotika versetzt, um Infektionen zu bekämpfen, die durch den Schmutz in der extrem engen Haltung verursacht werden. Die Industrie hat sogar Wege gefunden, wie sie die von den Hühnern selbst erzeugten Abfälle wieder verwenden kann: sie mengt die Abfälle teilweise einfach nach einer Verarbeitungsprozedur dem Futter bei.
Zwar gibt es keine einheitlichen Studien über die Mortalität von Legehennen in der Käfighaltung, jedoch kann man von ca. 10 Prozent ausgehen (5). PETAs verdeckte Ermittlungen über das „Leben und Sterben in der Eierindustrie“ brachten schreckliche Bilder ans Licht, in denen beispielsweise gezeigt wird, wie sich zwei lebendige Hühner mit zwei toten und verwesenden den Käfig teilen müssen (6). Denn kranke Tiere werden nicht zum Tierarzt gebracht oder eingeschläfert - dies wäre zu teuer. Im besten Fall wird ihnen das Genick gebrochen, im schlimmsten Fall müssen sie qualvoll sterben. Der Sterbeprozess kann Tage dauern.
Fällt die Eierausbeute unter ein gewisses, nicht mehr als profitabel angesehenes Limit, werden alle Hennen ins Schlachthaus abgeschoben, wo aus ihren ausgemergelten, geschundenen Körpern „Haustier“-Nahrung, Hühnersuppe, Nahrung für die Tiere in den Pelztierfarmen und verschiedene andere Produkte gemacht. Die Halle wird dann für das nächste Bataillon unglücklicher Hennen vorbereitet, gereinigt und desinfiziert.
Quelle: http://www.peta.de/web/faktenblatthuehner.156.html


Quelle: http://www.tierschutzbilder.de/bildergalerien/
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